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Film
Das
Herz – unser zentrales Organ
3 Wochen nachdem unsere Mutter
uns empfangen hat, existiert als erstes Organ das voll ausgebildete Herz mit
seiner
definitiven Muskulatur, seinen
4 Klappen und seinen 3 Kranzgefässen.
Im mütterlichen Leib schlägt
es bis zur Geburt ca. 120 – 170 x/Min., dies wegen der noch nicht
vorhandenen eigenständigen
Atmung, welche mit dem 1.
Schrei nach der Geburt einsetzt.
Von diesem
Zeitpunkt an leistet es während 24 x 60 Min ca. 100'000 x pro Tag willig
seinen Dienst und versorgt den
ganzen Körper – also auch sich selbst – mit
den im Blut transportierten Nährstoffen und Sauerstoff.
Stumm
ordnet sich das gesunde Herz durch 40 Mio. Kontraktionen pro Jahr den
verschiedenen Bedürfnissen des
gesamten Organismus (körperliche und geistige
Aktivität, Regeneration und Ruhe) gesteuert durch das vegetative
Nervensystem unter.
Im
Gegensatz zur Skelett-Muskulatur entsteht bei einer körperlichen
Überforderungssituation, kein Muskelkater.
Das kranke Herz kann sich nur
durch 3 Symptom-Gruppen äussern:
a) Atemnot (bei direkter oder indirekter Herzschwäche),
b)
Brustenge (Angina pectoris) bei absoluter oder relativer
Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und
c)
Herzklopfen, welches nicht direkt vom Menschen bemerkt werden muss,
sondern sich auch indirekt seelisch
(Angst oder Unruhe), aber auch in Form
von neurologischen Minderfunktionen (Schwindel, vorübergehende
Gedächtnislücken und Verwirrungszustände, Vergesslichkeit, Stolpern, Stürze
bis hin zum Schlaganfall) äussern kann.
Entsprechend der 3 wesentlichen Bestandteilen des anatomischen Herzens (Herzmuskulatur,
Herzklappen, Herzkranzgefässe)
treten 3 Symptomgruppen (Atemnot,
Schmerzen, Herzrhythmusstörungen) auf. Entsprechend dieser 3
Symptomgruppen haben sich 3 Untersuchungsmethoden entwickelt, welche die
Situation der Herzmuskulatur, der Herzklappen, sowie des
Herzrhythmus nicht invasiv untersuchen lassen (Herzultraschall, Belastungs-Test, EKG mit
erweiterter Aufzeichnungsdauer).
Nebst der
Befragung und der klinischen Untersuchung durch den Herzspezialisten, stehen
in Form des Herzultraschalls
Möglichkeiten zur Verfügung, die
Herzmuskulatur exakt
in ihrer Aktivität zu studieren und zu gleich die
Funktions-
tüchtigkeit der 4 Herzklappen zu überprüfen.
In derselben
Untersuchung können indirekte Aufschlüsse
über den Zustand und die Funktion
der Herzkranzgefässe
gezogen werden.
Anhand des
Belastungs-Testes kann primär die Durchgängigkeit der
Herzkranzgefässe geprüft und die Leistungsfähigkeit der
Herzmuskulatur für
jede Altersgruppe individuell abgeschätzt werden. Nebenbei lässt sich im
Stresstest auch das

Blutdruckverhalten, sowie die Regelmässigkeit
des
Herzschlages leicht beobachten.

Zur Diagnose von
Herzrhythmusstörungen (zu langsamer oder zu schneller Puls, zum Teil mit
unregelmässigem Herzpuls verbunden) werden das Ruhe-EKG im
Liegen, sowie das Langzeit-EKG, welches bis zu 200 Stunden
durchgeführt werden kann, dienen.
Anhand der
in den letzten 50 Jahren entwickelten Herzkreislauf-Forschung können mit
diesen Methoden 95 %
aller herzkranken Patienten ausreichend gut diagnostiziert und anhand der
vor allem seit 30 Jahren zur Verfügung stehenden Medikamenten erfolgreich
therapiert werden.
So genannt
eingreifende oder invasive Massnahmen (Herzkatheter mit Ballondilatation und
Stenting, Herzklappenoperation oder Herzkranzgefässoperation und andere
mehr) sind in weniger als 5 % der herzkranken Patienten notwendig.
Nachdem das
Herz als erstes der menschlichen Organe voll funktionstüchtig ab der 3.
Woche zur Verfügung steht und nach wie vor 48 % der europäischen
Bevölkerung wegen Herzkreislaufbeschwerden ein Krankenhaus aufsuchen
muss und für die Sterblichkeit ebenso viele Menschen wegen
Herzkreislauferkrankungen das Leben lassen müssen, drängt sich bei Auftreten der 3 oben aufgeführten 3
Kardinal-Symptome (Atemnot, Brustschmerzen, Pulsstörungen)
eine schnelle
Untersuchung mit den entsprechend geschilderten
3 Methoden bei einem dafür ausgebildeten Spezialisten auf.
Sicherlich
ist in unserer stressgeplagten Zivilisation bei der bekannt hohen
kreislaufbedingten Sterblichkeit (46 – 48% der
Bevölkerung) eine einmalige
kardiologische Basisuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr im präventiv
medizinischem Sinne gerechtfertigt.
Übergewicht, Bluthochdruck, Nikotingenuss, familiäre Belastung,
Zuckerkrankheit, sollten einzeln oder in Kombination jedermann
veranlassen
sein zentrales Organ regelmässig anhand der 3 leicht zugänglichen
Untersuchungsmethoden bei einem Spezialisten
überprüfen zu lassen.
Mit den
besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr. med. R.
Schläpfer, FMH Innere Medizin und Kardiologie
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